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Kirchen
Alte reformierte Kirche damals Alte reformierte Kirche heute Pfarrhaus der Reformierten Kirche Urdorf Grundsteinlegung Katholische Kirche Urdorf 1963 Glockenweihe Katholische Kirche 1964 Katholische Kirche Bruder Klaus heute
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Die Urdorfer Kirchen und ihre bewegte Entwicklung

Hinweise auf die ersten kirchlichen Bauwerke in Urdorf datieren aus dem 12. Jahrhundert. Im Jahr 1529 traten die beiden Gemeinden Niederurdorf und Oberurdorf zum reformierten Glauben über und bilden seit 1959 eine eigenständige Kirchgemeinde. Ende des 19. Jahrhunderts zogen wieder vermehrt Katholikinnen und Katholiken nach Urdorf. Im Jahr 1960 bestimmte ein bischöfliches Dekret die Bildung der eigenständigen katholischen Pfarrei Heiliger Bruder Klaus.

Als erstes kirchliches Bauwerk in Urdorf ist die Kapelle St. Georg im Reppischtal in einer für das Kloster St. Blasien im Schwarzwald erstellten Urkunde aus dem Jahr 1173 erwähnt. In einer weiteren Urkunde aus dem Jahr 1184 ist erstmals ein Hinweis auf eine Dorfkirche, als Kapelle des Klosters Engelberg, zu finden. Ihr Schirmherr ist der Heilige Nikolaus von Myra, der ihr auch ihren Namen gab. An diese romanische Kapelle wurde später ein Chor im gotischen Stil angebaut. Bis 1236 befand sich das kleine Gotteshaus in Engelberger Besitz. Später ging es in das Eigentum der Habsburger über, die es als «Filiale» dem Kloster Wettingen übergaben, dem ab 1321 das Patronatsrecht über Dietikon und Urdorf zustand.

Obwohl Heinrich Bullinger bereits ab dem Jahr 1519 den neuen, reformierten Glauben in Dietikon und Urdorf verkündete, blieb Urdorf vorerst katholisch. Erst als Pfarrer Beat Gering zehn Jahre später zur neuen Lehre übertrat, wurden auch die beiden Gemeinden Oberurdorf und Niederurdorf reformiert.

Mitte des 17. Jahrhunderts führte Pfarrer Johann Jakob Redinger neben Predigten für die Bevölkerung und die Gäste des Urdorfer Bades «Zur Sonne» auch die Kinderlehre ein. Dazu erwies sich das mittlerweile baufällig gewordene Dorfkirchlein jedoch als zu klein. Mit Spenden von acht vermögenden Zürcher Herren gelang es Redinger, das kleine Gotteshaus in eine würdige Kirche in ihrer heutigen Form – mit Kanzel, Taufstein und einer Glocke im Türmchen – umzubauen. In den folgenden Jahrhunderten waren verschiedene Renovationen erforderlich, welche die Oberurdorfer teilweise in Fronarbeit leisten und durch den Verkauf von Eichen aus ihrem Wald finanzieren mussten.

Anfänglich bildete Urdorf, zusammen mit Dietikon, eine Pfarrei und ab 1926 waren Urdorf und Dietikon selbstständige Teile der Gesamtkirchgemeinde Urdorf/Dietikon. Auf jahrzehntelanges Drängen kam es im Jahr 1959 zur Bildung von zwei getrennten Kirchgemeinden.

Alte reformierte Kirche Urdorf

Kirchgasse 6
08902 Urdorf

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